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Malteserkreuz, eine bestimmte Form des Stellkreuzes bei der Stellung zur Blockade der ersten und letzen Windungen der aufgezogenen Antriebsfeder, wurde verwendet um einen gleichmäßigen Ablauf der Zugfederspannung zu erreichen. Das Malteserkreuz erhielt seinen Namen wegen der Ähnlichkeit mit dem Ordenskreuz der Malteser.

Mannhardt Johann (1798-1878), bek. bayrischer Turmuhrenhersteller; die bekanntesten sind wohl um 1842 für die Münchener Frauenkirche, 1871 für das Berliner Rathaus und 1878 für den Kölner Dom hergestellten Turmuhren.

Mariage, Zusammenfügen mehrerer Teile verschiedener Uhren zu einer Einheit; kann oft sogar vom Fachmann nicht sofort erkannt werden. Als Wertanlage nicht geeignet.

Marketerie, bei der Marketerie wird ein aus verschiedenen Funierhölzern zusammengesetztes Bild oder Ornament als Ganzes auf den Korpus funiert. Nicht zu verwechseln mit der Intarsie, bei der nur Teile der Oberfläche mit Einlegearbeiten versehen werden.

Marktwert, Der sogenannte zweite Wert eines Kunstgegenstandes, z.B. einer Uhr. Der Schätzwert ist der reale Wert der Uhr. Der Marktwert berücksichtigt neben Material und Kunstfertigkeit, die für das Stück aufgewendet wurden, auch den gegenwärtigen Stand von Angebot und Nachfrage und die Wiederbeschaffungsmöglichkeit. Berühmte oder gesuchte Herstellernamen sind im Marktwert preislich berücksichtigt.

Maroquin (frz. Marokkanisch), Saffianähnliches, feines genarbtes Ziegenleder. Wurde früher zum Beziehen der Übergehäuse von Kutschenuhren verwendet.

Marque Déposée (frz.), steht für eingetragene Schutzmarke, gesetzlich geschützt.

Mauthe, Deutsche Uhrenfabrik im Schwarzwald, 1844 von Friedrich Mauthe (1822-1884) in Schwenningen gegründet. Die Firma Mauthe produzierte ein umfassendes Sortiment an Weckern, Pendelwanduhren, Standuhren, Büffetuhren und Bürouhren. 1975 ging die Firma in Konkurs.

Memento-mori-Uhr (lat. gedenke des Todes), eine Uhr deren Gehäuse durch bildliche Darstellungen wie die eines Totenschädels an das verrinnen der Zeit und an den Tod erinnert; vor allem in England im frühen 17. Jahrhundert hergestellt und im 19. Jahrhundert wiederbelebt.

Mercer Thomas (1822-1900), Uhrmacher in London und St. Albans, der Chronometer unter Benützung einer Kompensation mit Hilfe von Quecksilber herstellte. Er gründete die Firma Thos. Mercer & Son., die heute noch Chronometer herstellt.

Meridian ( Längenkreis), Ein über den Erdglobus von Pol zu Pol gedachter Kreis. Vom Nullmeridian, der durch Greenwich geht, zählt man je 180 Mridiane nach Osten und nach Westen zur Bestimmung der östlichen bzw. westlichen Länge.

Messing, Kupfer-Zink-Legierung, die seit etwa der Mitte des 16. Jh. für die Anfertigung von Teilen der Uhrwerke und gelegentlich auch der Gehäuse benutzt wird.

Metrisches Gewinde, Ein nach Millimetern gemessenes Gewinde; z.B. M5, M6 = Gewinde mit 5 bzw. 6 mm Durchmesser.

Metzger Jeremias, 1530-1583. Berühmter Augsburger Uhrmacher. Eine von ihm stammende prachtvolle astronomische Stutzuhr in üppig dekoriertem feuervergoldetem Bronzegehäuse aus dem Jahre 1564 befindet sich im Kunsthist. Museum in Wien. Eine Reihe weiterer überaus kunstvoller und technisch komplizierter Uhren legt ein beeindruckenden Zeugnis von seiner Kunstfertigkeit ab.

Meylan Philippe Samuel, 1772 im Weiler Bas-duChenit bei Le Brassus als Sohn des Schlossers Pierre Meylan, + 1845. Ausbildung zunächst beim Vater; um 1792- Arbeit in Genf bei Godemar Freres; Rückkehr nach Le Brassus und Gründung einer kleinen Manufaktur; 1811 endgültige Niederlassung in Genf; Partnerschaft mit Isaac Daniel Piguet (1775-1841) „Piguet &Meylan“ bis 1828. Spezialisiert auf Minutenrepetitionen, skelettierte und extraflache Werke des von Meylan erfundenen Bagnolet-Kalibers (umgekehrt wie üblich sitzt das Zifferblatt auf der Räderwerkseite des Werkes). Außerdem Taschenuhren mit Figurenautomaten und Musikspielwerken. Die mit Emailmalerei verzierten komplizierten Taschenuhren von Piguet & Meylan gehören zum Feinsten, was damals möglich war. Meylan, aus einer der großen und weitverzweigten Uhrmacherfamilien des Vallee de joux stammend, war einer der bedeutendsten Uhrmacher seiner Zeit im Schweizer Jura.

MEZ, Abkürzung für mitteleuropäische Zeit, das bedeutet die Zeit des 15. Längengrades östlich von Greenwich, auch Greenwich-Zeit genannt.

Minuterie, Die Einteilung am äußeren Zifferblattrand für die Minuten. Sie besteht meist aus zwei parallel laufenden dünnen Linien, zwischen denen die Zeichen für die Minuten angebracht sind.

Mittagskanone, eine im 18. Jahrhundert sehr beliebte Horizontalsonnenuhr, die kombiniert mit einer Kanone und einem Brennglas so eingestellt ist das sich bei Sonnenhöchstand um 12.00 Uhr mittags durch die gebündelten Sonnenstrahlen eine Ladung Schießpulver entzündet, so das ein lauter Knall ertönt.

Möllinger, Uhrmacherfamilie in Neustadt, Mannheim, Frankenthal, Berlin und anderen Orten. Begründer der Dynastie war Jacob Möllinger, Neustadt (1695-1763), kurpfälzisch privilegierter Uhrmacher, von dem zahlreiche gute Uhren erhalten sind. Von Christian Möllinger, Berlin (1754-1826), Oberhofuhrmacher des Königs von Preußen, stammen hervorragende Standuhren mit Orgelund Flötenspielwerken in Schlössern, Museen und Privatsammlungen. Er stellte auch astronomische Uhren her, teilweise mit Angaben der Zeitgleichung.

Moeris, Fabrikmarke der 1893 von Fritz Moeri und Albert Jeanneret in St. Imier gegründeten Schweizer Uhrenfabrik "Moeri & Jeanneret". Nach dem Tod von Jeanneret 1899 signierte die Firma mit "Fritz Moeri, Succ. De Moeri & Jeanneret". Um 1920 erschien die Firmenbezeichnung "Montres Moeris". Moeri widmete sich früh den Armbanduhren. 1910 soll er bereits einen Armbandchronographen angeboten haben. Um 1970 wurde Moeris von Tissot übernommen.

Monatsuhr, eine Uhr die pro Aufzugsperiode eine Gangdauer von 1 Monat hat.

Mondalter, die seit dem letzten Neumond innerhalb eines Mondumlaufs um die Erde vergangende Zeit. Wird durch die Mondphasenanzeige angezeigt.

Mondphasenanzeige, die Angabe des Mondstandes schon bei frühen Groß- und gelegentlich auch bei Taschenuhren mit Hilfe einer hinter einem Ausschnitt des Zifferblattes bewegten, oftmals bemalten Scheibe.

Monduhr, ein bei Mondschein verwendeter, einer Horizontalsonnenuhr ähnlicher Zeitmesser, dessen Skala auf das jeweilige Mondalter eingestellt werden muß. Die Anzeigengenauigkeit der Monduhr ist nicht sehr groß.

Monstranzuhr, auch Spiegeluhr genannt; eine Tischuhr in Form einer Monstranz auf einen Schaft montiert, waren reich verziert; um 1600 sehr beliebt.

Monumentaluhren, große Schauuhren an öffentlichen Gebäuden, oft als eigenständige Gebilde mit vielen Komplikationen wie astronomische Angaben, Schlagwerk oder Automaten konstruiert.

Morbier-Uhr,auch Morezuhr genannt, Typ der Comtoiseuhr, die im französischen Jura hergestellt wurde; nach den Hauptorten ihrer Fertigung Morbier und Morez benannt.

Motel Jean-Francois Henri, Paris, 1786 bis 1859, stellte neben etwa 85 Marine - Chronometern feinster Ausführung Präzisionsuhren aller Art her. Dabei verwendete er oft die von Houriet eingeführte sphärische Spirale.

Mudge Thomas (1715-1794), engl. Uhrmacher; erfand 1755 den freien Ankergang für Taschenuhren; verbesserte den Chronometergang; war seit 1776 Uhrmacher König Georgs III.

Muth Gerard, Frankfurt/Main, 2. Hälfte 17. jh. Er stellte Taschenuhren mit vier- und fünfeckigen Rädern her. Einige davon sind im Kunsthistorischen Museum Wien und im Mathematisch-physikalischen Salon in Dresden erhalten.

Mysterieuse, Tischuhren mit unsichtbaren Antrieb der Zeiger. Die von Robert Houdin (1805 - 1871) vervollkommneten Uhren besitzen eine sich drehende Glasscheibe mit darauf befestigtem Zeiger, die über eine an ihrem Rand verdeckt angebrachte Zahnung angetrieben wird. Eine zweite feststehende Glasscheibe trägt den Ziffernring. Bei Figurenuhren als Mysterieuse ist zunächst nicht erkennbar, wodurch das Pendel angetrieben wird. die das Pendel haltende Figur erfährt aus dem Werk ein winziges Drehmoment, daß das Pendel in Schwingung hält. Eine weitere Art der Mysterieuse ist als komplett schwingendes Pendel ohne sichtbaren Antrieb auf zwei Lagern, z.B. auf dem Arm einer Figur, das so gewichtsmäßig ausbalanciert ist, daß durch ein kleines Pendel im Innern des Uhrgehäuses die komplette Uhr schwingt.

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