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Kadratur, Vorlegewerk. Die Gesamtheit der meist vor dem Werk angebrachten Teile eines Schlag-, Repetier -, Spiel- oder Automatenwerks.

Kalendertag, bürgerlicher Tag, Lichttag, natürlicher Tag. Die Zeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Sonnen Auf- und Untergängen.

Kalenderuhr, Bezeichnung für Uhren mit Datumsanzeige. Häufig werden auch der Wochentag, der Monat und sogar das Jahr angegeben. Kalenderangaben finden sich schon bei frühen Großuhren der Gotik und der Renaissance und werden bei zahlreichen Stockuhren und Bodenstanduhren angebracht, gelegentlich auch bei Taschenuhren.

Kapitänsuhr, eine Taschenuhr mit mindestens zwei Ortsangaben, mitunter mit seperatem Sekundenwerk ausgestattet.

Karat
1.
Maßeinheit für den Feingehalt von Gold. Die Anzahl Karat gibt an, wie viele Vierundzwanzigstel der Gesamtmasse der Feingehalt beträgt.
2. Gewichtseinheit für Edelsteine. Das heute allgemein anerkannte metrische Karat hat 0,205 Gramm.

Kardanische Aufhängung, von Geronimo Cardano (1501 - 1576) um die Mitte des 16. Jh. nach antiken Berichten und Entwürfen Leonardos entwickelte Aufhängevorrichtung, die aus zwei Ringen besteht. Die Achsen der Ringe sind rechtwinklig zueinander versetzt. Am inneren Ring ist bei Schiffschronometern das Werk befestigt, der äußere Ring ist am Gehäuse der Uhr gelagert. Das Werk behält so immer seine waagerechte Lage.

Karossenuhr, in Kutschen oder am Sattel mitgeführte größere, robuste, federangetriebene Uhr, oft mit Schlag- und Weckwerk, meist in Form einer Taschenuhr. Seit dem Anfang des 18. Jahrhundert gebräuchlich.

Kartuschenzifferblatt, Zifferblatt einer Uhr mit angebrachter Emailplakette, die blaue oder schwarze Ziffern auf weißem Grund trägt, hauptsächlich bei französischen Uhren des 17. und 18. Jahrhunderts.

Kathedraluhr, Uhren deren Gehäuse die Gestalt einer Kathedrale haben, um 1840 - 1870 in Frankreich sehr beliebt.

Kendalt Larcum, London, 1721-1795. Hervorragender Uhrmacher, der als erster Hatrisons Seeuhr Nr. 4 nachbaute. Sein Chronometer Nr. 2 war der berühmte »Bounty Timekeeper« des Kapitäns Bligh, der von den Meuterern auf die Insel Pitcaim mitgenommen wurde und erst viele Jahrzehnte später nach England zurückkam.

Keplersche Gesetze: Die von Johannes Kepler (1571-1630) entdeckten Gesetze der Planetenbewegung:
1. Die Planetenbahnen sind Ellipsen, deren einen Brennpunkt der Sonnenschwerpunkt bildet.
2. Die Verbindungsgerade vom Sonnen- zum Planetenschwerpunkt überstreicht in gleichen Zeiten gleiche Flächen.
3. Die Quadrate der Umlaufzeiten verhalten sich wie die dritten Potenzen der großen Halbachsen der Bahnellipsen.

Kette, in Uhren mit Schecke wurde ursprünglich eine Darmseite verwendet, um die Verbindung zwischen der Federtrommel und der Schnecke herzustellen. Die Darmseite wurde später durch eine Kette ersetzt.

Kienzle, Deutsche Uhrenfabrik, 1822 in Schwenningen von Johannes Schlenker gegründet. Unter K. J. Schlenker und Jacob Kienzle entstand serienmäßige Produktion "Schlenker & Kienzle". 1919 "Kienzle Uhrenfabriken KG" und 3 Jahre später in eine AG.

Klassizismus: Die dekorative Eleganz und der leichtlebige Charakter des Rokoko hatten in der Mitte des 18. Jahrhunderts bereits einen Höhepunkt erreicht, der kaum noch eine Steigerung zuließ. Als letzte, und aufs höchste Pendule, Pyramideverfeinerte Ausdrucksform des ancien régime, zeigte dieser Stil in seinen späten Übertreibungen bereits die leichte Dekadenz des Endes einer großen Epoche. Die Gegenbewegung, die daraufhin einsetzte, grenzte sich so schroff von dem Gewesenen ab, wie es in der europäischen Kunst noch nicht vorgekommen war. Ausgangspunkt war die Rückkehr zu den Prinzipien der klassischen Kunst des Altertums. Die griechische und römische Antike wurden- nicht nur im übertragenden Sinn- neu entdeckt. Im zweiten Drittel des 18. Jahrhunderts bereits begannen die systematischen Ausgrabungen von Herculaneum und Pompeji; Johann Joachim Winkelmann begründete mit seiner Geschichte des Altertums die moderne Archäologie. Für Künstler und junge wohlhabende Aristokraten wurde die Reise zu den antiken Stätten nach Rom zum notwendigen Bestandteil ihres Bildungsprogramms.

© Sammler Journal


Klein Johannes, Jesuitenpater, Prag, 1684 bis 1762. Hersteller einiger hervorragender astronomischer Kunstuhren, darunter die Tychonische Uhr, 1751 (nach der Hypothese Tycho Brahes über den Umlauf von Sonne, Mond und Planeten um die Erde),die Kopernikanische Uhr, 1752, und die Geographische Uhr, 1754, die Ähnlichkeit mit der gleichnamigen Uhr von Zacharias Landeck hat.

Kleine Sekunde, Sekundenangabe auf einem kleinem, exzentrisch angebrachten Zifferblatt, also nicht in der Zifferblattmitte erfolgt.

Kloben,
1.
Gestufte Platte für das Lager des hinteren Spindel- oder Unruhzapfens mit nur einem Befestigungspunkt. Meistens wird der oft verzierte Kloben bei englischen Taschenuhren verwendet.
2. Bei Großuhren, mit nur einer Platine, halten von dieser Platine aufsteigende Kloben das zweite Lager der Radzapfen.

Knabenuhr, sowohl bei Armbanduhren als auch bei Taschenuhren ein Typus, den man nicht als Herren- und nicht als Damenuhr bezeichnen kann, der also in der Größe datwischen steht.

Knibb Joseph, englischer Uhrmacher aus Oxford, arbeitete um 1670 in London; Mitglied der Clockmakers Company ; einer der bahnbrechenden engl. Uhrmacher, erfand einen besonderen Schlagwerkmechanismus für Bracket-Uhren; wirkte u.a. entscheident mit bei der Einführung des langen Pendels.

Knoblich Theodor (1827-1892), bedeutender Chronometermacher. Nach vielen Jahren in Altona machte er 1877 eine Werkstatt in Hamburg auf, wo er bis 1891 tätig war.

Kohlschlitter Josef (1813-1882), Böhmischer Uhrmacher, wurde der Fachmann der königlich italienischen Marine und Mechanikus der Sternwarte in Mailand, wo er die Uhrmacherschule gründete.

Kompensation, eine Vorichtung, die temperaturbedingte Längenveränderungen im Schwingsystem des Uhrwerks ausgleicht.

Komplikation, Uhrwerk mit einem oder mehreren zusätzlichen Mechanismen wie Schlagwerk, Kalender, Repetition, Chronograph, Wecker.

Konkurrenz, die Firma wurde 1861 als Uhrenpackerei Nock in Villingen gegründet. Carl Werner aus Dunningen bei Rottweil heiratete die Tochter von Nock und nahm die Uhrenproduktion auf. Die Firma war Ecke Obere/Rietstraße innerhalb der Stadtmauern Villingens. 1890 starb der Fimengründer C. Werner. Die Firma wurde von den Söhnen Carl jun. und Hermann weitergeführt. 1895 wurde ein großes Fabrikgebäude am Benediktinerring ausserhalb der Stadtmauer in Villingen gebaut. Zweigbetrieb in Innsbruck, Warschau und Frankreich wurden gegründet. Um 1900 wurde ein Taxameter für Pferdedroschken konstruiert und auf den Markt gebracht. 1906 wurde die Konstruktion einer 4 Speziesrechenmachine "Adsumudi" vom Innsbrucker Ingenieur Salcher übernommen. Dadurch wurde der Grundstein für die spätere Produktion von Taxametern, Fahrtenschreibern Rechenmaschinen, Fakturiermaschinen und Computerne gelegt. 1913 musste die Firma wegen starkem Rückgang des Absatzes Konkurs anmelden und wurde von der Firma Kienzle Uhrenfabriken Schwenningen übernommen.

Kruzefixuhr, Figurenuhr in der Gestalt einer Kreuzigungsgruppe, seit dem 17.Jh. in Deutschland, vor allem in Augsburg hergestellt.

Kuckucksuhr, um 1730 entstandene Art der Schwarzwalduhr, die beim Stundenschlag einen hölzernen Kuckuck aus einem Türchen kommen läßt. Um 1860 entstand die geschnitzte Kuckucksuhr in der heute bekannten Form.

Kuhschwanzpendel, bei Uhren ein kurzes, vor dem Zifferblatt schwingendes Pendel; findet sich besonders an deutschen Uhren.

Viktor Kullberg, er wurde 1824 in Visby auf der schwedischen Insel Gotland geboren. Ab 1840 ging er bei einem Chronometer-Hersteller in die Lehre, und arbeitete nach Abschluß seiner Ausbildung für Louis Urban Juergensen in Kopenhagen. 1851 ging Kullberg aus Anlass der Weltausstellung nach London; er blieb im Anschluß daran in England und arbeitete als Hersteller von Marine- und Taschenchronometern, für die er etliche Neuerungen entwickelte. Für seine qualitativ hochwertigen Werke und die Leistungsfähigkeit seiner neuen Hilfskompensation erhielt Kullberg immer wieder Bewertungen in Chronometertests weltweit und wurde mit zahlreichen Gold- und Silbermedaillen ausgezeichnet. Aufgrund seines weltweiten Handels und seines international guten Rufes wurde er 1874 als Chronometer-Hersteller der schwedischen und der norwegischen Marine ausgewählt und der Leiter der königlichen Sternwarte Greenwich sagte über eine von Kullbergs Uhren, die an den Tests in Greenwich 1882 teilnahm, dies sei "der beste Chronometer der dort je getestet wurde". Kullberg blieb unverheiratet, hatte jedoch zwei Söhne. Nach seinem Tod am 7. July 1890 erbten diese gemeinsam mit Kullbergs Neffen Peter John Wennerstrom den Betrieb. Nach dem Tod von Kullbergs Söhnen wiederum kauften Wennerstrom und sein Sohn die verbleibenden Anteile der Firma, die später von Sanfrid Lindquist bis zur Zerstörung der Räumlichkeiten im Zweiten Weltkrieg weitergeführt wurde.
Lit.: Paul M. Chamberlain, "It's about Time", New York, Seiten 435-437

Kursuhr, in Deutschland erhielten vor 1900 die Zugführer von den Eisenbahngesellschaften Kursuhren zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um große Taschenuhren mit Qualitätswerken in billigen Gehäusen, die nur von Kontrollbeamten geöffnet werden konnten.

Kurzpendel, Pendel, das nicht länger ist als das Uhrwerk selber.

Bergbau
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